Mitgliederversammlung Bundesverband Brennholz 2009
Pressebericht zur Mitgliederversammlung 2009 des Bundesverbandes Brennholzhandel und –produktion e.V.
Der Vorstand hatte sich im Einklang mit der Satzung entschieden, den Posten des 2. Vorsitzenden nicht neu zu besetzen – dieser ist durch die neue Satzung ersatzlos entfallen, neuer weiterer Vertretungsberechtigter ist der Schatzmeister. So gab es nur einen neuen Schriftführer und einen neuen Beisitzer zu wählen. Die Paderbornerin Helga Fornefeld (Fa. Brennholzhandel Fornefeld) und der Würzburger Brennholzhändler Jörn Greulich (Bayrisches Brennholzdepot) vervollständigen nun den Vorstand nach einstimmigen Wahlen.
Daneben setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen: Gerhard Dürr (1. Vositzender, Brennholz Schwarzwald), Rene Kleinlein (Schatzmeister, Brennholzkontor Merenberg/Höhn). Stefan Hinterholzinger (Beisitzer, Holzhauerei Hinterholzinger) und Klaus Egly (Beisitzer, Brennholzscheune Diedersen).
Schon Tradition bei Bundesverbandsversammlungen sind die immer wieder interessanten Ausführungen von Ehrenmitglied und wissenschaftlichem Berater Georg Krämer (IBT-KrämerI), der sich weiterhin als Kompetenzträger und Übermittler des Verbandes zeigt, auch wenn die weitreichenden Erkenntnisse seines Institutes noch nicht jeden Winkel der Republik erreichen. Hier gilt es, weiterhin durch konsequente
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Informationen zu Holzqualität und insbesondere zur Holztrocknung zu transportieren und damit die Bedeutung des jungen Verbandes zu untermauern. Im Detail ging es in Krämers viel beachtetem Vortrag um den Entwurf zur europäischen Normung von Scheitholz gemäß prEN14961 (Klassifizierung fester Biobrennstoffe). Zudem stellte Krämer die neue Informationsbroschüre „Natürliche Trocknung von Scheitholz für Verbraucher, Selbstwerber, Händler und Schornsteinfeger” vor.
Mit Hilfe der leicht verständlichen und praxisgerechten Informationen der Broschüre ist nasses Scheitholz in weniger als einem Jahr natürlich zu trocknen. Die Mitglieder sollen den Prospekt bewerben. Krämer: „Für den Produzenten/Händler ergibt sich der Vorteil, dass mehr feuchtes Holz abgesetzt werden kann und somit ein schneller und vor allem kontinuierlicher Kapitalrückfluss möglich wird.“ Interessant auch Krämers Ausführungen zur Holzfeuchtemessung mit der Vorstellung eines Gerätes zur Prüfung von Feuchtemessgeräten. Damit kann festgestellt werden, wie weit die Messung eines Messgerätes bei einer bestimmten Feuchte/Holzsorte von der realen Feuchte abweicht. Hintergrund ist das Problem, dass die Benutzer der Geräte nicht feststellen können, ob ihr Gerät falsch anzeigt. Georg Krämer bot deshalb die Möglichkeit, die mitgebrachten Geräte testen zu lassen. Unter 10% Holzfeuchte zeigen die Geräte außerdem den Wert 0 an, künftig soll in einem solchen Fall der Wert von 10 % angenommen werden. Generell merkte Krämer an, dass jeder Besitzer eines Holzfeuchtemessgerätes nur wissen müsse, wie weit sein Gerät abweicht, um mit jedem Gerät eine exakte Messung vornehmen zu können.
Informationen für die Mitglieder gab es noch in zwei weiteren Fachvorträgen. Einmal zum Thema elektronische Zahlungskartensysteme – vorgestellt von der Fima Telepay – und einmal zum Themenkomplex „Neuerungen in der Führerscheinordnung“ – davon sind insbesondere Händler betroffen, die mit Zugfahrzeugen über 3,5 Tonnen Eigengewicht berufsmäßig unterwegs sind. Herr Schnellbacher von der Fa. Maxi-Holz war hier als Fahrlehrer der kompetente Ansprechpartner.
In weiteren Themenkomplexen wurden die Bedingungen für das Qualitätszeichen kurz angesprochen. Die Gütegemeinschaft RAL hat bereits ein Projekt zur externen Überwachung der angeschlossenen Betriebe vorgelegt, für den Bundesverband geht es jetzt darum, seinen Vorsprung zu bewahren. Mitgliederwerbung und Öffentlichkeitsarbeit waren abschließend weitere Arbeitsgruppeninhalte, die mit der Bitte um Intensivierung der Bemühungen vom Vorstand vorgestelllt wurden.
Am Vortag der Mitgliederversammlung fand unter reger Teilnahme der Mitgliedsbetriebe ein Semiar zum Thema “Erfolgreich verkaufen” speziell zugeschnitten auf Brennholzhändler statt. Kurzweilig, praxisorientiert und gespickt mit vielen Tipps war dies eine von Referenten Klaus Egly mit Geschick und Fachverstand durchgeführte Weiterbildungsveranstaltung. Die Anwesenden waren sich einig: Hier konnte man auch als alter Hase im Geschäft noch einiges lernen. Sicherlich bietet sich eine Wiederholung an.
Am Abend des Samstages wurde ein Erfahrungsaustausch angeboten, der ebenfalls mehr als gut besucht war. Als Gesprächspartner standen der Vorstand des Verbandes, Herr Georg Krämer vom IBT-Krämer und Herr Wiegand von der AFL zur Verfügung.
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